von/di Gerhard Passler. Philip Hofer und/& Patrick Kirchler (photos/foto von/di Optic Rapid)
DONNERSTAG, 11 MAI MATT KELLY VERLÄSST DIE WÖLFE
Der Kanadier kam 2009 nach Bruneck und bestritt drei Saisonen mit den Gelb-Schwarzen, vorher spielte er bei den Victoria Salmon Kings in der ECHL. Matt Kelly wurde am 23. März 1985 in Tottenham, Ontario geboren und begann seine Profi-Karriere im Jahr 2006. Zuvor lief er vier Jahre lang für die Belleville Bulls in der OHL und drei Mal mit den Manitoba Moose in der AHL auf. Danach absolvierte er drei Saisonen bei den Victoria Salmon Kings (mit kurzem Abstecher zu den Manitoba Moose), bevor er schließlich über den großen Teich ins Pustertal flog. Mit den Bruneckern brachte es der Außenverteidiger auf 153 Einsätze, 33 Tore und 103 Assist. Außerdem verhalf er den Wölfen beim Italienpokal 2010/2011 und dem Supercup 2011 zum Sieg. In einem Interview auf der Internetseite der Ravensburg Towerstarts, berichtet Kelly, dass er über die Erfahrung, die er in Italien machen durfte, sehr froh sei, er freue sich aber auf ein neues professionelles Abenteuer. |
FREITAG, 13 AVRIL DAS WAR'S: DER TRAUM IST ENDGÜLTIG GEPLATZT! von Gerhard Passler (Photos von Marco Lombardi - HCBfans.net)
(GP); 12. April 2012, 22.58 Uhr: Die Saison für die Fiat Professional Wölfe ist zu Ende. Und sie endet mit dem zweiten Vizemeistertitel in Folge. Die herbeigesehnte Wende in der Finalserie bleibt heute leider aus. Was bleibt ist ein bitterer Beigeschmack, hat man dem neuen Meister doch vier Spiele lang wirklich alles abverlangt … ohne zählbaren Erfolg und ohne auch nur im geringsten belohnt zu werden. Die Schwarz-Gelben sind auch am heutigen Abend bis auf die Anfangsphase ein mehr als ebenbürtiger Gegner, aber das waren sie auch in den drei Spielen zuvor schon. Der Ausländerregelung zum Opfer fallen heute auf Seiten der Fiat Professional Wölfe erneut Ryan Watson und Kevin Desfossès, außerdem fehlt Armin Helfer. Für die Fiat Professional Wölfe – mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor – könnte das Spiel vor 4.000 Zuschauern nicht schlechter beginnen. Marco Insam eröffnet bereits in der 3. Spielminute den Torreigen für die Gastgeber. Wenig später nutzt Christian Walcher einen Fehler in der schwarz-gelben Defense eiskalt zum zweiten Treffer aus. Die Hausherren haben das Spiel sicher in der Hand. Ling & Co. werden erst kurz vor der ersten Pausensirene in Überzahl so richtig brandgefährlich. Im zweiten Spielabschnitt beordert Trainer Teppo Kivelä Kapitän Matt Kelly in den Sturm. Dieser bildet nun zusammen mit Joe Jensen und Joe Cullen die zweite Angriffsreihe. Die Fiat Professional Wölfe spielen jetzt mit mehr Selbstvertrauen, mit mehr Überzeugung, mit mehr Nachdruck. Sie zeigen eine tolle Moral und sind sehr bemüht. Auch im letzten Spielabschnitt sind die Schwarz-Gelben verzweifelt und lange Zeit vergeblich auf der Suche nach dem Anschlusstreffer … bis Teppo Kivelä sieben (!) Minuten vor Schluss Mikko Strömberg durch einen sechsten Feldspieler ersetzt. Sekunden später klingelt es zum ersten Male im Kasten von Matt Zaba. Die Hoffnung währt aber nur sehr kurz. MacGregor Sharp stochert die Hartgummischeibe ins Tor und sorgt für die endgültige Entscheidung.
Torschützen: 1:0 INSAM M. (Bernard A., Knackstedt J.) 02'58", 2:0 WALCHER C. (Knackstedt J., Zisser S.) 08'00", 2:1 OBERRAUCH M. (Ling D.) 53'06", 3:1 SHARP M. 54'17". Torschüsse: Bozen 21 (9, 4, 8) – Wölfe 38 (12, 11, 15). Strafminuten: Bozen 10 (2, 8, 0) – Wölfe 10 (0, 8, 2). DANKE!
..... An die Fans und Anhänger für die auch heuer wieder großartige, lautstarke, aber vor allem auch zahlreiche Unterstützung der Fiat Professional Wölfe in der Leitner-Solar-Arena und bei vielen Auswärtsspielen. Was wäre eine Eishockeypartie ohne euch? Es wäre fad, es wäre langweilig. Erst ihr macht mit euren Sprechchören und Schlachtgesängen, mit eurem Spektakel, mit eurer grenzenlosen Leidenschaft und eurem Herzblut aus einem einfachen Spiel ein einzigartiges, sehr oft auch unvergessliches Erlebnis. Erst ihr bringt die prickelnde Gänsehautatmosphäre in die Leitner-Solar-Arena, verwandelt sie in ein schwarz-gelbes Farbenmeer und macht aus ihr sehr oft einen regelrechten Hexenkessel. Nicht umsonst wird die Heimstätte der Fiat Professional Wölfe landauf, landab seit Jahren als das „Tollhaus“ der Liga bezeichnet. Wir können wirklich stolz auf euch sein, ihr könnt stolz auf euch sein. Auf ein Neues in der nächsten Saison! DANKE! |
MITTWOCH, 11 AVRIL AUCH BEIM DRITTEN FINALSPIEL GIBT ES NICHTS ZU HOLEN von Philipp Hofer
(PH); Die Fiat Professional Wölfe - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - gingen auch beim dritten Finalspiel leer aus. Trotz einer drückenden Überlegenheit über die gesamte Spielzeit, wie so oft in dieser Finalserie, gingen sie am Ende als Verlierer vom Eis. Die Wölfe gaben nochmals Vollgas und ließen nichts unversucht, doch den ersten Finalsieg konnten sie trotzdem nicht einfahren. Mehr als 60 Minuten Power-Eishockey reichten nicht aus, um die Bozner Defensivfestung zum endgültigen Einsturz zu bringen. Die weiß-rote Hintermannschaft, der mit vorlaufender Spieldauer sichtlich die Luft ausging, verteidigte mit Händen und Füßen sowie Glück und Verstand. Das Defensivkonzept, bei dem der überragende Torhüter Matt Zaba eine entscheidende Rolle spielte, ging einmal mehr auf. Trotz der schmerzenden Niederlage in der Verlängerung konnten Matt Kelly & Co. erhobenen Hauptes vom Eis gehen, denn bei so einer kämpferischen Leistung kann es keinen Vorwurf geben. Neben Kevin Desfossés und Ryan Watson, welche beide der Ausländerregelung zum Opfer fielen, fehlte heute auf der Seite der Hausherren auch der erkrankte Christian Willeit. Die Gäste spielten weiterhin ohne Josh Meyers, Derek Edwardson war wieder auf dem Spielerbogen. Das Spiel begann sehr rassig und so ließen die ersten Chancen auf beiden Seiten nicht lange auf sich warten. Bereits nach einer Minute kreuzte David Ling vor Matt Zaba auf, der aber souverän die Fanghand ausfuhr und gekonnt entschärfte. Wenig später war es wiederum David Ling, der das weit offenstehende Gästetor vorfand, aber erneut scheiterte. Auch Joe Jensen fand nur Augenblicke später im Bozner-Goalie seinen Meister. Wölfe-Schlussmann Mikko Strömberg stand seinem Gegenüber aber in nichts nach und zeigte immer wieder, dass auch er zur Stelle ist. 31 Sekunden vor der erste Drittelsirene dann der Schock für die Gastgeber. Jordan Knackstedt schoss die Gäste zum ersten Mal in Führung. Auch im zweiten Spielabschnitt bekamen die Zuschauer auf den ausverkaufen Rängen der Leitner Solar Arena tolles Eishockey geboten. Drei Minuten nach Wiederbeginn standen Giulio Scandella bei einem Alleingang Matt Zaba sowie das Kreuzeck im Weg. Wenig später entwischte Joe Jensen in Unterzahl seinen Bewachern, doch Christian Borgatello konnte ihn gerade noch stoppen. Praktisch im Gegenzug wurde es für die Fiat Professional Wölfe noch bitterer. MacGregor Sharp erhöhte auf 2:0 für die Gäste. Die Wölfe spielten nun noch beflügelter und wurden belohnt. In der neunten Spielminute profitierte Olivier Magnan von einem Abpraller und leitete damit die Pusterer Aufholjagt ein. Gegen Mitte der äußerst unterhaltsamen Begegnung rettete Mikko Strömberg mit einer Heldentat. Den Druck, den die Wölfe in Folge auf die Bozner Defensive ausübten, kann man kaum in Worten fassen. Hochkarätige Chancen im Minutentakt, doch „Teufelskerl“ Matt Zaba stand wie ein Fels in der Brandung. Die Wölfe kamen voller Schwung aus der Kabine und waren sich bewusst, dass der Ausgleich früher oder später gelingen muss. Sie setzten ihren Sturmlauf ununterbrochen fort. Bereits nach gut drei Minuten trug die Druckphase Früchte. Max Oberrauch bezwang den Bozner Torhüter in Überzahl mit einem satten Schuss aus dem Handgelenk und sorgte damit für ausgeglichene Verhältnisse. Zehn Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit, stand Mikko Strömberg bei einem schnellen Gegenzug der Pfosten helfend zur Seite. In den folgenden Minuten galt es für die Wölfe zwei Unterzahlspiele unbeschadet zu überstehen, was schließlich mit vereinten Kräften auch gelang. Da bis zur dritten Sirene auf beiden Seiten kein Tor mehr fiel, musste der Sieger in der Verlängerung gefunden werden. Die Wölfe gaben zwar auch im Overtime den Ton vor, doch auch die Gäste meldeten sich nun wieder immer öfter zu Wort. Nach zehn Minuten sorgte Stefano Giliati in Überzahl für den plötzlichen Tod der Hausherren, wodurch die Bozner auch im dritten Endspiel die Oberhand behielten.
Torschützen: 0:1 KNACKSTEDT J. (Giliati S., Egger A.) 19'29", 0:2 SHARP M. (Knackstedt J., Giliati S.) 26'06", 1:2 MAGNAN O. (Crepaz L., Hofer A.) 28'49", 2:2 (PP) OBERRAUCH M. (Scandella G., Kelly M.) 43'24", 2:3 KNACKSTEDT J. 69'58". Torschüsse: Wölfe 36 (11, 13, 9, 3) - Bozen 33 (8, 12, 9, 4). Strafminuten: Wölfe 14 (2, 4, 6, 2) - Bozen 12 (4, 2, 6, 0). Am Donnerstag, den 12. April 2012 kommt es um 20.30 Uhr in der Bozner Eiswelle zum vierten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Das Match wird live im Fernsehen auf Rai Sport übertragen und kann außerdem im Livestream mitverfolgt werden. Doch was ist schon die alte Flimmerkiste zu Hause in den eigenen vier Wänden, wenn die Möglichkeit besteht, die Ereignisse auf einer Großleinwand beim Public Viewing am Rathausplatz in Bruneck mitten in einer geselligen Runde mitzuerleben. |
MONTAG, 09 AVRIL WIEDERUM FEHLT NUR EIN TREFFER ..... von Philipp Hofer
(PH); Für die Fiat Professional Wölfe - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - gab es auch im zweiten Finalspiel nichts zu holen. Trotz einer engagieren Leistung reichte es schlussendlich nicht, um die Serie vor knapp 5.000 Zuschauern - darunter gut 2.000 aus dem Pustertal - auszugleichen. Die Wölfe kämpften über die gesamte Spielzeit tapfer und gaben nie auf, hatten jedoch das Glück nicht auf ihrer Seite. Einmal mehr machte ein einziges Tor den Unterschied. Doch die Serie ist noch lange nicht verloren. Für Matt Kelly & Co. wird es nun zwar hart, doch alles ist weiterhin im Bereich des Möglichen. Bozen bot die gleiche Mannschaft wie am Donnerstag in Bruneck auf. Mit Ausnahme vom Langzeitverletzten Josh Meyers und noch angeschlagenen Derek Edwardson kamen alle Spieler zum Einsatz. Bei den Wölfen kehrte Joe Jensen nach seiner eintägigen Sperre ins Team zurück, dafür musste Olivier Magnan gleich wie Kevin Desfossés auf der Tribüne Platz nehmen. Die Wölfe begannen couragiert und standen den Hausherren in nichts nach. In der achten Spielminute eröffneten die Gäste den Torreigen. Max Oberrauch traf nach Vorarbeit von David Ling mit einem Schuss aus der Drehung. Die Führung hielt aber nur sechs Minuten. Knappe sieben Minuten vor dem ersten Seitenwechsel stellte MacGregor Sharp, nachdem Mikko Strömberg daneben gegriffen hatte und anschließend den Puck selbst ins Tor lenkte, auf 1:1. Wenig später hätte Patrick Bona den erneuten Führungstreffer auf der Schaufel, er scheiterte aber bei einer eins-gegen-eins Situation gegen den erneut stark aufspielenden Matt Zaba. Auch im Mitteldrittel ging es in derselben Tonart weiter. Beide Mannschaften begegneten sich ebenbürtig und schenkten sich nichts. Acht Minuten waren verstrichen, als Christian Borgatello im Powerplay die Hausherren mit einem Schuss von der blauen Linie erstmals in Führung brachte, wobei Mikko Strömberg machtlos war. Gegen Ende des zweiten Drittels setze David Ling, der ansonsten nervös wirkte, Giulio Scandella in Szene, welcher aber alleinstehend vor Matt Zaba vergab. Im alles entscheidenden Drittel warf der Vizemeister nochmals alles in die Waagschale und suchte den Ausgleich. Auch in einer stark gespielten Überzahlsituation ab der neunten Spielminute gelangt es den Mannen von Coach Teppo Kivelä nicht nochmals ins Spiel zu finden. Die Hausherren blieben indes immer wieder mit schnellen Gegenstößen brandgefährlich. Es blieb beim 2:1 für den Rekordmeister, der damit in allen seinen zehn bisherigen Playoff-Begegnungen ungeschlagen blieb. Torschützen: 0:1 (PP) OBERRAUCH M. (Ling D., Scandella G.) 07'29", 1:1 SHARP M. (Walcher C., Dorigatti E.) 13'18", 2:1 (PP) BORGATELLO C. (Insam M., Bernard A.) 27'50". Torschüsse: Bozen 26 (11, 8, 7) - Wölfe 27 (7, 8, 12). Strafminuten: Bozen 14 (4, 4, 6) - Wölfe 14 (4, 4, 6).
Am Dienstag, den 10. April 2012 kommt es um 20.30 Uhr in der Leitner Solar Arena zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Finalisten. Bei Spiel drei gilt es für die Wölfe mit allen Mitteln eine Vorentscheidung abzuwenden. Noch ist nichts verloren. Mit den lautstarken Fans als siebten Mann im Rücken und vollem Einsatz ist noch alles möglich. Vor dem Spielbeginn wird es am Dienstag eine Sledge-Hockey Vorführung geben. Einige Mitglieder der italienischen Nationalmannschaft werden um 19.30 Uhr ein kurzes Demo-Spiel austragen. |
FREITAG, 06 AVRIL SPIEL 1 GEHT AN DIE FÜCHSE von Philipp Hofer
(PH); Ganz Südtirol, nein, ganz Italien blickte heute nach Bruneck, wo das erste Finalspiel zwischen den Fiat Professional Wölfen - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - und dem HC Bozen über die Bühne ging. Schon seit Tagen herrschte im ganzen Land Ausnahmezustand und Hockey war Gesprächsthema Nummer eins. Das Südtiroler Traumfinale zwischen den beiden Topteams, für welches die Tickets bereits nach kurzer Zeit vergriffen waren, mobilisierte die Massen und zog sie in ihren Bann. Die Erwartungshaltung war demnach bereits im Vorfeld groß. In einer bis zur letzten Sekunde spannenden Begegnung setzten sich schlussendlich die Gäste vor laufenden TV Kameras durch. Obwohl die Hausherren über weite Strecken das Spiel bestimmten und auch die besseren Torchancen vorfanden, reichte es nicht. Besonders dem ersten Drittel drückten die Fiat Professional Wölfe den Stempel auf, doch Matt Zaba im gegnerischen Kasten wurde erwartungsgemäß zur entscheidenden Hürde, die es zu schlagen galt. Bozen agierte aus einer starken Defensive heraus und praktizierte effektives, wenn auch nicht so schönes, Eishockey. Bereits vor Spielbeginn sorgte Pressesprecher Patrick „Patza“ Kirchler für das erste Highlight des Abends. Verkleidet als Star Wars-Figur Darth Vader und mit der Schützenhilfe eines gleichgekleideten kleinen Gehilfen zeigte er dem Puck mit Willensstärke den Weg ins gegnerische Tor. Bei den Fiat Professional Wölfen fehlten der für ein Spiel gesperrte Joe Jensen sowie Kevin Desfossés, der als überzähliger Legionär mit der Tribüne vorlieb nehmen müssen. Die Gäste mussten indes ohne Josh Meyers auskommen. Gleich zu Beginn der Partie gab es eine kalte Dusche für die Hausherren. Bereits nach nur 13 Sekunden fiel das erste Tor in der Finalserie. Jordan Knackstedt schoss die Gäste beim ersten Angriffsversuch in Front. Dieser Gegentreffer rüttelte die Wölfe wach. Sie nahmen in Folge das Bozner Tor unter Dauerbeschuss und Matt Zaba hatte wortwörtlich alle Hände voll zu tun. Die größten Möglichkeiten zum Ausgleich fanden alleinstehend vor dem gegnerischen Tor Matt Kelly sowie Thomas Erlacher vor. Auch zu Beginn des zweiten Spielabschnitts gaben die Hausherren den Ton vor. In der dritten Spielminute wurden die Pusterer Zuschauer auf den zum Bersten gefüllten Rängen der Kultstätte an der Rienz endlich erlöst. Nate DiCasmirro war nach einem Durcheinander an Ort und Stelle und hob den Puck zum längst überfälligen Ausgleich unter die Querlatte. Die ausgeglichenen Verhältnisse währten nur bis zur achten Minute, als Stefano Giliati für den Rekordmeister mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erneut traf. Wenige Sekunden vor dem zweiten Seitenwechsel stürmte David Ling direkt von der Strafbank kommend allein aufs gegnerische Tor zu, wobei ihm jedoch ein „Stolperer“ auf halber Strecke zum Verhängnis wurde. In den letzten zwanzig Minuten lief der Vizemeister dem Ausgleich hinterher. Sieben Minuten nach Wiederbeginn blieb der Puck nach einem Schuss von Matt Kelly auf dem Tor liegen. In der zehnten Minute gelang es Bozen die Führung auf zwei Treffer auszubauen. Jordan Knackstedt stocherte die Spielscheibe über die Linie und gab Mikko Strömberg, der heute nicht den sichersten Eindruck hinterließ, das Nachsehen. Die Wölfe gaben sich aber noch nicht geschlagen, legten nochmals einen Gang zu und drängten die Gäste ins Abwehrdrittel. Gute acht Minuten vor der Schlusssirene gelang Ryan Watson nach millimetergenauem Zuspiel von David Ling mit einem satten Schuss der Anschlusstreffer. Die Wölfe suchten in den verbleibenden Spielminuten den erneuten Ausgleich, doch alle Mühe blieb ohne Erfolg.
Torschützen: 0:1 KNACKSTEDT J. (Egger A., Sharp M.) 00'13", 1:1 DICASMIRRO N. (Erlacher T., Tauber L.) 22'45", 1:2 GILIATI S. (Knackstedt J., Borgatello C.) 27'15", 1:3 KNACKSTEDT J. (Borgatello C., Sharp M.) 49'31", 2:3 WATSON R. (Ling D., DiCasmirro N.) 51'45". Torschüsse: Wölfe 35 (10, 17, 8) - Bozen 24 (5, 15, 4). Strafminuten: Wölfe 6 (0, 4, 2) - Bozen 6 (0, 2, 4).
Bereits in weniger als 48 Stunden geht's weiter. Am Samstag, den 7. April 2012 kommt es um 20.30 Uhr in der Bozner Eiswelle zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Nach dem ernüchternden Start in die Serie müssen sich die Wölfe nun umso mehr ins Zeug legen. Dass auch ein Sieg im Fuchsbau im Bereich des Möglichen liegt, hat die Truppe von Teppo Kivelä vor gut einem Monat bewiesen. Anfang März sicherten sie sich nach 17 Jahren erstmals die vollen drei Punkte. Dies gilt es jetzt in der entscheidenden Phase zu wiederholen und damit die Serie auszugleichen. Neues Spiel, neues Glück. |
MONTAG, 02 AVRIL EIN WORT GENÜGT: FINALE! von Philip Hofer
(PH); 250 Spiele wurden seit September in der Serie A absolviert, um genau jene zwei Mannschaften zu finden, die sich ab Donnerstag im Finale gegenüber stehen. Zwei Teams, ein Ziel: der Titel! Im Südtiroler Traumfinale stehen sich die Fiat Professional Wölfe - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - und der HC Bozen gegenüber. Weniger als vier Mal schlafen dann ist es endlich soweit. Am Gründonnerstag, den 5. April 2012 steigt in der Leitner Solar Arena das erste Finalspiel. Vizemeister gegen Rekordmeister, der Erste gegen den Zweiten des Grunddurchgangs, Schwarz/Gelb gegen Rot/Weiß, Wölfe gegen Füchse: All diese Gegenüberstellungen treffen auf die Endspielserie zu.
Wölfe: Matt Kelly & Co. lösten heuer zum zweiten Mal in Folge das Finalticket. Nachdem sie im Vorjahr gegen Asiago den Kürzeren gezogen haben, wollen sie ihren Traum heuer erstmals verwirklichen. Als Sieger der Master Round können sie auch in der letzten Runde auf das bedeutsame Heimrecht bauen, wodurch ein eventuelles siebtes Spiel in Bruneck ausgetragen werden würde. Die Wölfe hatten bisher in vier von sechs Derbys gegen Bozen die Nase vorn, darunter auch das entscheidende Spiel für den Liga-Pokal. Mit 40 Toren in den letzten neun Spielen haben die Mannen von Teppo Kivelä am häufigsten von allen Teams in den Playoffs ins Schwarze getroffen, wobei Giulio Scandella und Joe Cullen mit jeweils sieben und David Ling mit fünf Treffern zu den fleißigsten Toresammlern der Liga gehörten.
Füchse: Der Rekordmeister, der sowohl im Viertelfinale Fassa als auch im Halbfinale Cortina auf schnellste Weise abgefertigt hat, zählt hingegen bereits zum 16. Mal zu den besten beiden Mannschaften der Meisterschaft. Praktisch über die gesamte Saison war der HC Bozen Verfolger Nummer eins der Wölfe. Die Füchse verfügen mit Stefano Giliati, MacGregor Sharp und Jordan Knackstedt über einen sehr starken Paradeblock, welcher auch in den Playoffs von sich zu sprechen machte. Auch zwischen den Pfosten sind die Weiß-Roten bestens besetzt. Der vom Vorjahr bestätigte Matt Zaba zählt auch heuer zu den Besten seines Faches und lief besonders in den bisherigen Playoff-Begegnungen zur Höchstform auf. Ein Gegentordurchschnitt von 1.24 (insgesamt nur 10 Gegentore, wobei vier Shutouts) sowie eine Fangquote von 95.3% in den letzten acht Begegnungen sprechen eine deutliche Sprache. Außerdem gewann der Bozner Trainerstaab mit den Verpflichtungen vom NHL-erfahrenen Brian McCutcheon und Video-Coach Marco Liberatore zuletzt nochmals an Erfahrung. Die Spieltermine der Finalserie: 05.04., 07.04., 10.04., 12.04., evtl. 14.04., 17.04. und 19.04.2012. Die Heimspiele der Wölfe sind hervorgehoben. Jedes Eishockeyherz wird in den kommenden zwei Wochen höher schlagen. Die Meisterschaft erreicht nun endgültig ihren Höhepunkt. Bereits vor dem ersten Face-off macht sich im ganzen Land und auch über die Grenzen hinaus Eishockeyfieber breit. Zwei wahre Eishockey-Festwochen mit Unterhaltung vom Feinsten sowie einer gehörigen Portion Emotionen stehen bevor. |
MITTWOCH, 28 MÄRZ DAS TRAUMFINALE IST IN GREIFBARER NÄHE! von Gerhard Passler
(GP); Die Fiat Professional Wölfe öffnen mit dem knappen, letztendlich aber völlig verdienten Sieg die Tür zum Finale - dem zweiten in der Vereinsgeschichte – ein Stück weit. Abermals ist das Spiel wahrlich nichts für schwache Nerven. Beide Teams zeigen faires und attraktives, begeisterndes Eishockey, das ein jedes Eishockeyherz höher schlagen lässt. Bei den Fiat Professional Wölfen fehlt der für zwei Spiele gesperrte Thomas Erlacher, Matt Kelly sowie Kevin Desfossés fallen dagegen der Ausländerregelung zum Opfer. Im Tor steht damit wieder Stammgoalie Mikko Strömberg. Die Hausherren müssen ohne den verletzten Verteidiger Mike Card auskommen. Die Fiat Professional Wölfe – mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor – beginnen vor knapp 1.300 Zuschauern sehr engagiert und werden nach wenigen Minuten mit dem Führungstreffer belohnt. David Ling mit seinem bekannten „Hammer“ netzt aus mittlerer Distanz ein. Eine Schrecksekunde erleben die Schwarz-Gelben kurze Zeit später, als Adam Henrich die Querlatte trifft. Die Fiat Professional Wölfe erarbeiten sich in der Folge ein leichtes Chancenplus, wobei die größten Tormöglichkeiten David Ling und Max Oberrauch haben. Die Gastgeber spielen munter mit und suchen aus allen Lagen den Abschluss. Die beiden glänzend aufgelegten Schlussmänner lassen sich jedoch im Startdrittel nicht mehr bezwingen. Im zweiten Spielabschnitt zeigen Ling, Jensen & Co. Powereishockey vom Feinsten und sind drückend überlegen. Es entwickelt sich ein Spiel auf ein Tor. Es dauert bis zur 14. Spielminute, bis die Gastgeber zum ersten Torschuss kommen. Während Mikko Strömberg praktisch arbeitslos ist, wird Adam Dennis im Kasten der Hausherren zum unüberwindbaren Hindernis. Kurz vor dem zweiten Seitenwechsel muss er sich dann doch geschlagen geben. David Ling bedient seinen kongenialen Sturmpartner Giulio Scandella mustergültig und dieser trifft zum 2:0. Der dritte Spielabschnitt wird zum Playoff-Krimi. Die Hausherren geben sich nämlich noch lange nicht geschlagen. Wie schon in den bisherigen drei Begegnungen treten sie im letzten Drittel am gefährlichsten auf. Mikko Strömberg steht jetzt vermehrt im Mittelpunkt des Geschehens und muss sich zweimal innerhalb von 74 Sekunden nach verdeckten Schüssen geschlagen geben. Die Mannen von Trainer Teppo Kivelä brauchen einige Minuten, um sich von diesem Rückschlag zu erholen. Danach suchen beide Kontrahenten die schnelle Entscheidung und es kommt zu einem offenen Schlagabtausch … ohne Tore. In der Verlängerung schreiben die beiden Teams den Playoff-Krimi weiter. Die Intensität nimmt noch einmal zu. Die Partie wird zu einem wahren Eishockey-Highlight und ist jetzt endgültig nichts mehr für schwache Nerven. Die Fiat Professional Wölfe haben Chancen im Minutentakt und verzeichnen u. a. zwei Lattenpendler. Zum Hauptprotagonisten wird deshalb (zunächst) Adam Dennis im Tor des Gastgebers, der immer wieder über sich hinauswächst. Zum Matchwinner avanciert jedoch Fredrik Persson, der damit seine ausgezeichneten Leistungen in den letzten beiden Begegnungen krönt. Mit einem sehenswerten Coast-to-Coast-Lauf, er startet hinter dem eigenen Tor einen Alleingang, und einem erfolgreichen Abschluss sorgt er fünf Minuten vor dem drohenden Penaltyschießen für den „plötzlichen Tod“ der Hausherren. Der Jubel auf der Bank der Fiat Professional Wölfe und in der Ecke des schwarz-gelben Fanblocks ist riesengroß. Torschützen: 0:1 LING D. 04'14", 0:2 SCANDELLA G. (Ling D.) 39'05", 1:2 HAVERINEN J. (Hogeboom G., Henrich A.) 44'04", 2:2 ROCCO V. (Tähtinen M.) 45'18", 2:3 PERSSON F. 74'50". Torschüsse: Alleghe 29 (8, 4, 11, 6) - Wölfe 51 (15, 11, 12, 13). Strafminuten: Alleghe 8 (2, 6, 0, 0) - Wölfe 6 (0, 4, 2, 0). Das Endergebnis des zweiten Halbfinalspiels: Cortina - Bozen 2:3 n. V..
In zwei Tagen, am Donnerstag, den 29. März 2012 um 20,30 Uhr kommt es in der Leitner-Solar-Arena zum fünften Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Die Fiat Professional Wölfe haben dann ihren ersten „Matchball“ in der Best-of-Seven-Serie. Es wird mit Sicherheit wieder ein hartes Stück Arbeit gegen einen sehr hartnäckigen Gegner, der nie aufgibt. Mit den lautstarken Fans als siebten Mann im Rücken sollte das Unterfangen aber gelingen. Also, alle auf in die Leitner-Solar-Arena! Schreien wir unsere Lieblinge ins Traumfinale! |
MONTAG, 26 MÄRZ WÖLFE EROBERN DIE FÜHRUNG IN DER SERIE ZURÜCK von Philipp Hofer
(PH); Die Fiat Professional Wölfe - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - hatten bei Spiel drei der Halbfinalserie gegen Alleghe die richtige Antwort parat. Nach der ernüchternden Niederlage am Donnerstag zeigte die Donnerwelle Wirkung und ließ eine deutliche Aufbruchsstimmung erkennen. Nachdem die Wölfe sowohl im ersten als auch zweiten Drittel den Ton vorgaben, wurde es in den alles entscheiden Spielminuten nochmals spannend. Doch die Wölfe ließen sich die Führung nicht mehr nehmen und gingen schlussendlich verdient als Sieger vom Eis. Während es im ersten Drittel praktisch ein Spiel auf ein Tor, nämlich jenes der Gäste, gab, gerieten die Gastgeber in Folge immer wieder durch vermeidbare Unterzahlsituationen in Bedrängnis. Wölfe-Coach Teppo Kivelä stellte das Team um und bot im Tor Kevin Desfosses sowie in der Abwehr Fredrik Persson statt Matt Kelly auf. Sein Gegenüber Steve McKenna musste auf Alberto Fontanive verzichten, dafür standen der zuletzt gesperrte Adam Henrich und der letzthin verletzte Mike Card wieder zur Verfügung. Den Hausherren gelang ein Auftakt nach Maß. Schon nach wenigen Sekunden kreuzte Max Oberrauch alleine vor dem Gästetor auf, fand in Adam Dennis allerdings seinen Meister. Bereits in der dritten Spielminute eröffnete Joe Jensen der Torreigen. Der US-Amerikaner zog von der Seite vors Tor und tunnelte Gäste-Goalie Adam Dennis. Nur zwei Minuten später konnten die Fans auf den ausverkauften Rängen der Leitner Solar Arena erneut jubeln. Nach einer exzellenten Vorarbeit von Joe Jensen stellte Joe Cullen auf 2:0. Die Wölfe gaben sich aber noch nicht zufrieden und schlugen nur 34 Sekunden später nochmals zu. Nach einem Distanzschuss von Armin Helfer profitierte Nate DiCasmirro von einem Abpraller. Im zweiten Spielabschnitt geriet das Spiel zusehends aus den Händen der Unparteiischen und die Begegnung wurde hektischer. Es hagelte Strafminuten, vor allem für die Gastgeber. In der achten Spielminute musste Thomas Erlacher nach einem Check gegen den Kopf von Alleghe Verteidiger Francesco De Biasio mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe vorzeitige unter die Dusche. In der zwölften Spielminute trafen die Gäste durch Vincent Rocco zum ersten Mal ins Schwarze. Es folgte der Befreiungsschlag der Wölfe. Knappe drei Minuten vor dem zweiten Seitenwechsel veredelte Giulio Scandella ein Zuspiel von Armin Hofer. Noch vor der zweiten Drittelpause baute der Vizemeister die Führung weiter aus. Joe Cullen gab einen Distanzschuss von Armin Helfer den entscheidenden Richtungswechsel und sorgte damit für die komfortable 5:1-Führung. Die Gäste warfen im alles entscheidenden Drittel nochmals alles nach vorne und kamen in den ersten elf Minuten bis auf ein Tor heran. Der Treffer von Greg Hogeboom und Michael Schutte in Überzahl sowie wenig später der von Vincent Rocco ließ bei Alleghe nochmals Hoffnung aufkeimen. Das Spiel gewann dadurch nochmals enorm an Spannung, doch Joe Jensen brachte den Sieg für die Wölfe 18 Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Schuss ins leere Tor endgültig in trockene Tücher.
Torschützen: 1:0 JENSEN J. (Oberrauch M., Cullen J.) 02'26", 2:0 CULLEN J. (Jensen J., Hofer A.) 04'44", 3:0 (PP) DICASMIRRO N. (Helfer A., Jensen J.) 05'18", 3:1 ROCCO V. (Hogeboom G., Tahtinen M.) 31'13", 4:1 SCANDELLA G. (Hofer A., Ling D.) 37'36", 5:1 CULLEN J. (Helfer A., Scandella G.) 39'04", 5:2 (PP) HOGEBOOM G. (Tahtinen M., Rocco V.) 43'39", 5:3 (PP) SCHUTTE M. (Hogeboom G., Veggiato D.) 47'42", 5:4 ROCCO V. (Hogeboom G., Schutte M.) 50'09", 6:4 (EN) JENSEN J. (Magnan O., Helfer A.) 59'42". Torschüsse: Wölfe 30 (13, 5, 12) - Alleghe 25 (8, 7, 10). Strafminuten: Wölfe 49 (6, 33, 10) - Alleghe 14 (4, 6, 4). Das Endergebnis des zweiten Halbfinalspiels: Bozen - Cortina 8:0.
Am Dienstag, den 27. März 2012 kommt es um 20,30 Uhr im "Alvise De Toni"-Stadion von Alleghe zum vierten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Match vier gilt als richtungsweisend. Eine Vorentscheidung könnte fallen. Die Eulen aus Alleghe haben sich bislang wie erwartet als hart arbeitender und playoff-tauglicher Gegner erwiesen. Die Mannen von Trainer Teppo Kivelä könnten mit einem erneuten Erfolg einen weiteren Schritt Richtung Finaleinzug machen. |
FREITAG, 23 MÄRZ AUS BEST-OF-SEVEN WIRD BEST-OF-FIVE! von Gerhard Passler
(GP); Die Fiat Professional Wölfe – mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor – müssen sich nach neun Siegen in Folge erstmals wieder seit dem 16. Februar geschlagen geben. Greg Hogeboom wird mit vier Treffern zum Matchwinner für die Gastgeber und wird einigen schwarz-gelben Akteuren eine schlaflose Nacht bereiten. Jetzt kann es eine sehr enge und lange Halbfinalserie werden. Bei den Fiat Professional Wölfen pausieren abermals Fredrik Persson und Kevin Desfossés als überzählige Transferkartenspieler. Die Hausherren dagegen müssen auf den für ein Spiel gesperrten Adam Henrich und erneut auf die verletzten Mike Card und Alberto Fontanive verzichten. Knapp 1.300 Zuschauer – darunter eine stattliche schwarz-gelbe Fangemeinde – sorgen für eine gute Stimmung auf den Rängen und sehen einen flotten Beginn der beiden Teams. Den Fiat Professional Wölfen fehlt zunächst die nötige Aggressivität. So kommen die Hausherren gegen Mitte des ersten Spielabschnitts mit Greg Hogeboom praktisch aus dem Nichts zu zwei Toren. Dazwischen gelingt Patrick Bona mit einem nicht unhaltbaren Schuss der zwischenzeitliche Ausgleich. Der zweite Spielabschnitt verläuft ohne große Höhepunkte. Ling & Co. beginnen jedoch stark und sehr entschlossen. Die Defensive der Hausherren hat die gesamten zwanzig Spielminuten alle Hände voll zu tun und steht unter Dauerdruck. Die „Mauer“ Adam Dennis im Tor scheint zum unüberwindbaren Hindernis zu werden. Bis zur 12. Spielminute jedenfalls. Dann gelingt Joe Jensen der hochverdiente Ausgleichstreffer. Zu Beginn des Schlussabschnitts gehen die Fiat Professional Wölfe zum ersten und leider auch letzten Male am heutigen Abend in Führung. Danach gehen sie mit fliegenden Fahnen unter. Die Gastgeber beweisen nämlich Steherqualitäten. Sie geben sich nicht geschlagen und drehen mit einem Doppelschlag das Ergebnis. Die letzten eineinhalb Minuten besiegeln dann endgültig die Niederlage der Schwarz-Gelben, auch wenn nach dem Anschlusstreffer von Joe Cullen noch einmal für einen kleinen Augenblick Hoffnung aufkeimt. Torschützen: 1:0 HOGEBOOM G. (Veggiato D., De Toni M.) 10'01", 1:1 BONA P. (Magnan O., Helfer A.) 12'32", 2:1 (PP) HOGEBOOM G. (Haverinen J., Forsstrom J.) 13'35", 2:2 JENSEN J. 31'40", 2:3 (PP) DICASMIRRO N. (Cullen J., Jensen J.) 44'16", 3:3 DE TONI M. (Hogeboom G., Haverinen J.) 50'18", 4:3 (PP) HOGEBOOM G. (Tahtinen M., Rocco V.) 53'55", 5:3 (PP) LORENZI C. (Veggiato D., Rocco V.) 58'40", 5:4 CULLEN J. (Ling D., Scandella G.) 59'12", 6:4 (EN) HOGEBOOM G. (De Toni M., Fontanive N.) 59'52". Torschüsse: Alleghe 28 (14, 6, 8) - Wölfe 44 (14, 22, 8). Strafminuten: Alleghe 10 (0, 6, 4) - Wölfe 24 (12, 4, 8). Das Endergebnis des zweiten Halbfinalspiels: Cortina - Bozen 0:3.
In zwei Tagen, am Samstag, den 24. März 2012 um 20,30 Uhr kommt es in der Leitner-Solar-Arena zum nächsten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Spiel drei gilt gemeinhin als richtungsweisend und nicht umsonst bezeichnen es namhafte Eishockeyexperten und Trainer als das schwierigste und wichtigste in einer Best-of-Seven-Serie. Auf die Zuschauer wartet jedenfalls ein Playoff-Leckerbissen. Der HC Alleghe hat sich bislang als sehr aufsässiger, hartnäckiger und vor allem playoff-tauglicher Gegner erwiesen. Kelly, Ling & Co. – die bei der Einlaufshow von den Spielern der U10-Mannschaft auf das Eis begleitet werden - können mit einem weiteren Heimerfolg einen ersten kleinen Schritt Richtung Finale machen. Mit den lautstarken Fans als siebten Mann im Rücken sollte dieses Unterfangen auch gelingen. Also, alle auf in die Leitner-Solar-Arena! Sorgen wir wieder für eine fantastische Playoff-Stimmung auf den Rängen und treiben unsere Lieblinge zum nächsten wichtigen Sieg. Auf geht’s, Wölfe ..... kämpfen und siegen! |
MITTWOCH, 21 MÄRZ DER START IST GELÜCKT! von Gerhard Passler
(GP); Die Fiat Professional Wölfe treffen zum dritten Male in Folge im Playoff auf den HC Alleghe. Zuletzt zweimal im Viertelfinale, heuer im Halbfinale. Die Schwarz-Gelben feiern vor 2.000 Zuschauern ohne groß zu glänzen einen hochverdienten Arbeitssieg, der nie wirklich ernsthaft in Gefahr ist. Teppo Kivelä kann aus dem Vollen schöpfen, wobei Fredrik Persson und Goalie Kevin Desfossés als überzählige Transferkartenspieler mit der für sie ungeliebten Tribüne vorlieb nehmen müssen. Gäste-Trainer Steve McKenna muss auf die verletzten Mike Card und Alberto Fontanive verzichten. Die Fiat Professional Wölfe – mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor – haben nach der langen Pause einige Anlaufschwierigkeiten. Die Gäste spielen unspektakulär, zu Beginn jedoch höchst effektiv. Während ein Verteidiger nach wenigen Sekunden noch für den bereits geschlagenen Mikko Strömberg retten kann, gehen die Gäste in der 3. Spielminute mit Joni Haverinen in Führung. Nach dem Ausgleich durch David Ling werden die Schwarz-Gelben nur 16 Sekunden später gleich ein zweites Mal kalt erwischt. Erst je ein Treffer von Max Oberrauch und von Patrick Bona, der Adam Dennis im Gästetor aus spitzem Winkel überrascht, rücken in der Endphase des ersten Drittels die Kräfteverhältnisse zurecht. Im Mittelabschnitt flacht das Spiel zunächst zusehends ab. Erst das Tor von David Ling im Powerplay rüttelt beide Mannschaften auf. Die beiden Schlussmänner sind von nun an auf ihrem Posten und so fällt in den restlichen 29 Spielminuten kein einziger Treffer mehr. Die Gäste bauen von Drittel zu Drittel kontinuierlich ab und sind nach dem letzten Seitenwechsel an Harmlosigkeit kaum mehr zu überbieten. So verwalten die Fiat Professional Wölfe den Vorsprung sehr souverän und ohne größere Probleme. Torschützen: 0:1 HAVERINEN J. (Da Tos M., De Toni M.) 02'22", 1:1 LING D. (Oberrauch M., Willeit C.) 02'51", 1:2 FONTANIVE N. 03'07", 2:2 (PP) OBERRAUCH M. (Ling D., Scandella G.) 15'50", 3:2 BONA P. (Erlacher T., DiCasmirro N.) 16'55", 4:2 (PP) LING D. (Scandella G., Oberrauch M.) 31'00". Torschüsse: Wölfe 36 (15, 12, 9) - Alleghe 22 (12, 7, 3). Strafminuten: Wölfe 14 (6, 6, 2) - Alleghe 28 (4, 20, 4). Das Endergebnis des zweiten Halbfinalspiels: Bozen - Cortina 3:2.
Jetzt geht‘s Schlag auf Schlag weiter. Am Donnerstag, den 22. März 2012 um 20.30 Uhr kommt es im „Alvise de Toni“-Stadion von Alleghe zum zweiten Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten. Die Fiat Professional Wölfe gehen zwar als leichte Favoriten in die Begegnung, es wird aber mit Sicherheit alles andere als ein Spaziergang. |
MONTAG, 12 MÄRZ WÖLFE BEURLAUBEN DEN VORJAHRESMEISTER UND STEHEN IM HALBFINALE von Philipp Hofer
(PH); Die Fiat Professional Wölfe - mit der Leitner Solar AG als Playoff-Sponsor - setzten sich auch beim vierten Kräftemessen gegen Titelverteidiger Asiago durch und qualifizierten sich dadurch frühzeitig fürs Halbfinale. Der letztjährige Meister verkaufte seine Haut über die gesamten 60 Minuten so teuer wie möglich und legte sich nochmals gehörig ins Zeug. Die Partie stand lange Zeit auf Messers Schneide. Erst der spielentscheidende Treffer von Nate DiCasmirro in der 53. Spielminute brach David Borrelli & Co. endgültig das Genick. Nach 2009, 2010 und 2011 qualifizieren sich die Wölfe damit nun bereits zum vierten Mal en Suite für die Runde der letzten Vier. Im Halbfinale treffen die Wölfe auf Pontebba oder Alleghe. Während bei Asiago abermals Calle Bergström und Jason Pitton als überzählige Auslänger auf der Tribüne Platz nahmen sowie Jeff Lerg im Tor Anthony Grieco den Vortritt lassen musste, waren bei den Gästen erneut Matt Kelly und Max Oberrauch nicht mit von der Partie. Beide Mannschaften gingen zu Beginn kein allzu großes Risiko ein. Die Hausherren gaben vor 1.300 Zuschauern – darunter auch eine lautstarke Abordnung aus dem Pustertal - den Ton vor und kamen auch zu den besseren Torchancen. Wölfe-Goalie Mikko Strömberg stand mehrmals im Mittelpunkt, konnte sich aber ein ums andere mal auszeichnen. Die Wölfe kreuzten hingegen nur vereinzelt und zu harmlos vor dem gegnerischen Tor auf. Giulio Scandella sowie seinem kongenialen Sturmpartner David Ling gehörten die größten Torchancen auf der Gästeseite. Torlos ging es in die erste Drittelpause. Auch zu Beginn des zweiten Drittels bestimmte der amtierende Meister das Spiel. Aus einer doppelten Überzahlsituation ab der siebten Spielminute konnte Asiago kein Kapital schlagen. Drei Minuten vor dem zweiten Seitenwechsel gelang Asiago in Überzahl durch John Vigilante der nicht unverdiente Führungstreffer. Die Wölfe steckten aber nicht auf, bewiesen Moral und wurden bereits wenig später belohnt. 27 Sekunden vor der zweiten Drittelsirene fand der Puck über den Schlittschuh eines gegnerischen Abwehrspielers etwas glücklich den Weg ins Tor der Gastgeber. Ryan Watson legte die Hartgummischeibe vors Tor. In den alles entscheidenden zwanzig Minuten suchten beide Mannschaften die schnelle Entscheidung. Die spielentscheidende Szene fand in der 13. Spielminute statt. Nate DiCasmirro staubte im Powerplay nach einem Schuss von Joe Jensen ab und schoss die Wölfe erstmals an diesem Abend in Front. In den letzten Spielminuten witterte Asiago nochmals Hoffnung. Trainer John Parco machte von der Auszeit gebrauch und begrüßte eine Überzahlsituation seiner Schützlinge. Die Hausherren warfen nun nochmals alles nach vorne, Mikko Strömberg ließ sich aber nicht ein zweites Mal bezwingen und hielt somit den Halbfinaleinzug fest. Interessantes Detail am Rande: Während die Wölfe in vier Viertelfinalbegegnungen ganze 17 Mal ins Schwarze trafen, musste Mikko Strömberg gerade einmal vier Mal hinter sich greifen. Das bedeutet für den Pusterer Schlussmann einen Gegentorschnitt von 1 Tor pro Spiel und eine beeindruckende Fangquote von 96.5%. Torschützen: 1:0 (PP) VIGILANTE J. (Bentivoglio S., Marchetti S.) 37'06", 1:1 SCANDELLA G. (Ling D., Watson R.) 39'33", 1:2 (PP) DICASMIRRO N. (Jensen J., Cullen J.) 52'16". Torschüsse: Asiago 45 (16, 14, 15) - Wölfe 34 (9, 14, 11). Strafminuten: Asiago 14 (6, 4, 4) - Wölfe 16 (4, 6, 6). Die Endergebnisse der weiteren Begegnungen: Fassa - Bozen 4:5 n. V., Valpellice - Cortina 2:0, Alleghe - Pontebba 3:2 n. V., Sterzing - Ritten 1:4. Dank der vier Siege in Folge können die Fiat Professional Wölfe nun kleinere Blessuren auskurieren und Kräfte für die Halbfinalserie sammeln. Der Halbfinalkrimi beginnt für sie am Dienstag, den 20. März 2012 mit einem Heimspiel. Im Semifinale treffen die Mannen von Coach Teppo Kivelä auf den Sieger vom äußerst hart umkämpften Viertelfinale zwischen Pontebba und Alleghe. Bisher konnten beide Teams jeweils zwei Spiele für sich entscheiden. Genauere Informationen zum Ticketverkauf folgen in den nächsten Tagen in der Tagespresse und hier auf der Homepage. |